Die EORI-Nummer (Economic Operators’ Registration and Identification) ist die Identifikationsnummer für Unternehmen im Zollverkehr. Sie steht in jeder Zollanmeldung und zeigt dem Zoll, wer Ware ein- oder ausführt. Seit dem 1. Juli 2009 ist sie in der EU Voraussetzung für die Zollabwicklung – ohne sie bleibt eine Importsendung beim Zoll hängen.
Wer braucht eine EORI-Nummer?
Unternehmen, die Waren aus Drittländern einführen, zum Beispiel aus China, der Türkei oder den USA
Unternehmen, die in Länder außerhalb der EU ausführen
Auch wenn eine Spedition die Zollanmeldung übernimmt, braucht sie Ihre EORI-Nummer – denn Sie sind der Einführer
Die Nummer gilt in der ganzen EU. Ein Unternehmen braucht also nur eine.
So beantragen Sie die EORI-Nummer
Zuständig ist die Generalzolldirektion, Dienstort Dresden (Stammdatenmanagement)
Antrag über das Zoll-Portal: Seit 1. Oktober 2026 ist das Zoll-Portal Pflicht – für den Antrag, für Änderungen der Stammdaten und für die Abmeldung. Zur Anmeldung im Portal brauchen Unternehmen ein ELSTER-Zertifikat. Das Formular 0870 ist nur noch für den Notfall gedacht, wenn das Portal ausfällt, und für Unternehmen ohne Sitz in der EU
Kosten: keine. Kostenpflichtige Drittanbieter sind nicht nötig
Vorlauf einplanen: Beantragen Sie die Nummer, bevor die erste Ware unterwegs ist – nicht erst, wenn sie im Hafen liegt
Nicht verwechseln
Der Zoll weist ausdrücklich darauf hin: Die EORI-Nummer ist nicht dasselbe wie
die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer,
die Steuernummer,
die Codenummer bzw. Zolltarifnummer einer Ware,
die Verbrauchsteuernummer.
EORI-Nummer prüfen
Ob eine EORI-Nummer gültig ist – etwa die eines Geschäftspartners –, lässt sich über den Prüfdienst der EU-Kommission abfragen. Das hilft auch, wenn Sie bei einer Bestellung mit DDP wissen wollen, ob der Lieferant in der EU überhaupt einführen kann.
Und dann?
Mit EORI-Nummer und richtiger Zolltarifnummer ist die Basis gelegt. Was danach an Abgaben fällig wird, erklären die Artikel zum Zoll beim Import aus China und zur Einfuhrumsatzsteuer.



